Hack mit Schülern in der Rhein-Sieg-Halle: Die Erderwärmung ließ keinen kalt

Am 7. März führte Hermann Josef Hack gemeinsam mit seinen Schüler/innen durch die Ausstellung "Globale Verpuppung" in der Rhein-Sieg-Halle. Die Exponate waren vor der UN-Klimakonferenz gemeinsam in Hacks Atelier bzw. in der Kunst- und Ausstellungshalle entstanden und hingen während der Dauer der Bonner Weltklimakonferenz an über 50 Bäumen rund um den Siegburger Marktplatz bis zum ICE-Bahnhof, aufgehängt an einem Zipfel. Die Passanten waren eingeladen, die Bilder auseinanderzufalten und ihre eigenen Kommentare zum Klimawandel hinzuzufügen. Anschließend wurden sie wieder eingesammelt, von den Schüler/innen ausgewertet und dann von diesen mit Zeichnungen oder Texten nochmals überarbeitet.

Zum Diskussionsabend unter dem Motto "Lässt uns die Erderwärmung kalt?" kamen zahlreiche Schüler/innen, Eltern und Gäste, um sich von den jungen Künstler/innen des Kurses "Fotografieren, Darstellen, Gestalten (FDG)" des Siegburger Anno-Gymnasiums unter der Leitung von Cordula Engel die Zusammenarbeit mit Hack erläutern zu lassen und in einem Rundgang ihre Arbeiten zu präsentieren. "Vor der Zusammenarbeit mit dem Künstler Hack war uns das Thema Klimawandel wenig bewusst. Durch die intensive Beschäftigung über die Kunst haben wir einen viel intensiveren Zugang dazu bekommen und achten viel mehr darauf, was wir selber zum Klimaschutz beitragen können", so der 15jährige Felix. "Meine Generation hat es versäumt, rechtzeitig den Hebel umzulegen, um gegenzusteuern", so Hack, "umso wichtiger ist es, dass wir jetzt den jungen Menschen helfen, alles zu tun, damit eine Katastrophe abgewendet werden kann. Noch habe ich Hoffnung, aber jetzt muss gehandelt werden. Der Klimawandel ist eine kulturelle Herausforderung, nur wenn wir unsere Lebensweise umstellen, wird sich etwas ändern. Und hier ist die Kunst gefordert, weil sie die notwendige Kommunikation für die Transformation leisten muss. Ich vertraue auf die Kraft der Kunst."

Beeindruckt waren die Besucher von der Ideenvielfalt der Beiträge und von der fruchtbaren Zusammenarbeit, die sich auch im selbstbewussten Auftreten der jungen Künstler/innen äußerte. Gastgeber Frank Baake, Direktor der Rhein-Sieg-Halle, begrüßte die Idee, die Besucher der Veranstaltungsstätte mit den Arbeiten im Foyer noch bis zum 22. März an das Thema heranzuführen. Die Schüler/innen wollen mit Hacks Unterstützung die politisch Verantwortlichen ihrer Region demnächst zu einer Gesprächstrunde einladen, um sich von ihnen erläutern zu lassen, was diese konkret zum Klimaschutz unternehmen werden. Fazit des lebendigen Austauschs: Die Erderwärmung ließ keinen kalt, sondern sorgte für anregende Gespräche, die von den Schüler/innen weiter in ihre Familien getragen werden.

Das Projekt "Globale Verpuppung" wird fortgesetzt mit dem Stiftischen Gymnasium Düren und unterstützt durch die F. Victor Rolff-Stiftung.


Globale Verpuppung